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Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer Erinnerungskultur

Ute Bauer

Panorama, Flaktürme, Augarten, Wien

Inhalt:
Thema dieser architekturthistorischen Arbeit sind die Wiener Flaktürme, die das nationalsozialistische Regime in den Jahren 1942 bis 1945 zur Luftabwehr und als Luftschutzbunker errichten ließ.

Im Gegensatz zu den Berliner und Hamburger Flaktürmen, die in der Nachkriegszeit großteils abgetragen wurden, fand eine Auseinandersetzung mit den sechs Wiener Flaktürmen abseits von unreflektiertem Architekturrecycling nicht statt: Immer wieder eingebrachte Nutzungsvorschläge für die überwiegend brachliegenden Bunker bekunden zwar Interesse, bestätigen aber auch die Schwierigkeit im Umgang mit diesen Relikten der NS-Zeit.

Ziel der Publikation ist es, die gegenwärtige Bedeutung der Flaktürme, fern der gebräuchlichen Wahrnehmung als häßliche Störfaktoren oder beeindruckende Betonmonolithe, über ihre Einzelstellung als authentische und markante NS-Architektur in Wien mit den damit verbundenen Erinnerungsaufgaben zu definieren.

Die Autorin ist der vielseitigen Geschichte der Flaktürme nachgegangen, die Themen des totalen Krieges und des Zwangsarbeitereinsatzes ebenso beinhaltet, wie Fragen zu Ästhetik und der Rolle des Architekten bei Kriegsbauten, und hat ihren Stellenwert in der Wiener Denkmallandschaft seit 1945 untersucht.
Sollen die Flaktürme, die keine Nachnutzung erhalten, die Funktion von Denkmälern übernehmen, bedarf es zusätzlicher Hinweise, um zu verdeutlichen, was vorrangig assoziiert werden soll; die Aussagekraft ihrer Architektur allein wird überschätzt.

Dipl. Ing. Ute Bauer, geboren 1975 in Linz, studierte Architektur an der Technischen Universität Wien.

Content:
The main subject matter of this historical study focuses on the architecture of the flak-towers in Vienna, which were built by the national-socialist regime between 1942 and 1945 for the purpose of defence and as air-raid shelters.

Contrary to the flak-towers in Berlin and Hamburg, which were largely dismantled after the war, no further debates took place concerning the six Viennese flak-towers, apart from a few not deeply thought aboutintentions to recycle the building material. Although the suggestions to reuse these useless bunkers point to some sort of interest, they also are another sign for the difficulties one has in dealing with such relicts dating of the NS-era.

Rather than perceiving them as an ugly source of irritation or spectacular concrete monoliths, the publication aims at defining the present significance of the flak-towers in connection with their uniqueness as authentic and striking relicts of NS-architecture in Vienna together with their intrinsic memories and tasks.

The author has pursued the many-sided history of the flak-towers by including topics concerning the "total war" ("totaler Krieg“) and the deployment of forced-labour as well as aesthetic questions and the role of architects who built during the war. The work also studies the significance of the flak-towers among Vienna’s monuments since 1945. If the flak-towers, which are not reused, were to carry the function of monuments there would be a need to further consider what they are to be primarily associated with. Their architectural significance as such is overrated.

Dipl. Ing. Ute Bauer, who was born in Linz in 1975, studied architecture at the Technical University in Vienna.

Ute Bauer, Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer Erinnerungskultur
ISBN 3 - 901232 - 42 - 7
Phoibos-Verlag

Buchumschlag, Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer Erinnerungskultur.


   

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