
Nachdem das Innere des ausgedienten Leitturms im Wiener Arenbergpark der Öffentlichkeit mehr als 60 Jahre lang verborgen blieb, öffnen sich nun für einen Monat dessen Tore.
Anders als die beiden kommerziellen Beispiele 'Haus des Meeres' (1) und 'MAK - Gegenwartskunstdepot' (2) wandelt hier eine Ausstellung der Künstler der Akademie (3) http://www.akbild.ac.at/?l=de&a=1457 das Vorgefundene nicht in ein baugerechtes Museum. Die Arbeiten erschließen sich dem Besucher beim Durchwandern des Flakturms unvermittelt zwischen nicht bespielten Räumen. Der Annäherung an die Kunst und an das Objekt Flakturm wird so der nötige Freiraum gewährt.
Kunst kann nicht überall unkommerziell ausgestellt werden, umso bemerkenswerter ist das Potenzial dieses Ortes, wenn es erkannt und so zurücknehmend wie in diesem Fall genutzt wird. Ein gelungener Schritt im längst überfälligen Prozess, sich der Nutzung dieser Relikte aus der NS-Zeit zu nähern.
(1) Im Leitturm Esterhazypark
(2) Im Gefechtsturm Arenbergpark
(3) Kuratorin Frederike Schweizer